Landwirtschaft in Körtlinghausen

Das Gut Körtlinghausen

Körtlinghausen ist ein geschichtlich gewachsenes land- und forstwirtschaftliches Gut am nördlichen Rand des Sauerlandes. Der landwirtschaftliche Teil ist seit 1980 von der Eigentümerfamilie v. Fürstenberg an Gyso v. Bonin verpachtet, welcher den Betrieb seither biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Weitere Pachtflächen im benachbarten Altenrüthen kamen 2010 hinzu.

Die Fläche des Hofes beträgt 220 ha. Die Böden bestehen aus Kolluviaten und Braunerden auf Kalkstein-, Schiefer- und Sandsteinverwitterungen. Es handelt sich vorwiegend um schluffige Lehme mit einer Gründigkeit von 5-45 cm und Bodenpunkten von 26-45. Die hügelige Geländegestaltung mit Hanglagen, Staunässe und zeitweise überschwemmten Tallagen bestimmen natürlicherweise die Bewirtschaftungsmöglichkeiten. Fast alle Flächen sind von Wald umgeben. Es regnet mehr als 1000 mm im Jahresdurchschnitt, die Temperatur liegt im Mittel bei 7,5°C.


Zur Zeit leben und arbeiten auf dem Hof zwei Familien und zwei Landwirtschaftsmeister. Jährlich wechselnd bieten wir 2-3 Auszubildenden der staatlichen und freien Ausbildung sowie auch FÖJ-lerninnen und FÖJ-lern einen Lebens-, Arbeits- und Lernort.

Leitbild für die biologisch-dynamische Landwirtschaft ist die Realisierung eines möglichst in sich lebensfähigen Betriebes mit vielen geschlossenen Kreisläufen. Die Grundlage dafür bietet der landwirtschaftliche Kurs, eine Vortragsreihe, die Dr. Rudolf Steiner vor rund 90 Jahren in Schlesien gehalten hat. Damals machten sich Landwirte Sorgen wegen der zunehmenden Abhängigkeit von der chemischen Industrie.

Bei der Gestaltung der Fruchtfolge auf unseren Äckern erweist sich die große Vielfalt der angebauten Kulturen als hilfreich für Boden und Pflanzen als auch für die jahreszeitliche Abfolge unserer Feldarbeit. Eine wichtige Aufgabe ist es dabei, ausreichend Futter für unsere Tiere zu erzeugen. Wir bauen um die 15 Kulturpflanzen in 11-jähriger Fruchtfolge an: 2-jähriges Kleegras, Ölraps, Brotweizen, Futtergerste, Flockenhafer, Grassamenvermehrung, Malzgerste, Futterbohnen und -erbsen, Futterweizen und Brotroggen. 1 ha Speisekartoffeln, etwas Gemüse und zwischen mehreren Früchten Gründüngung ergänzen unseren auf Bodenpflege ausgelegten Ackerbau.

In der Viehhaltung bilden unsere 50 Milchkühe das Herzstück. Sie haben im Sommer ganztags Weidegang und sind im Winter in einem Laufstall mit eingestreuten Liegeflächen untergebracht. Alles Futter wird auf dem Hof erzeugt. Weiter halten wir einen Zuchtbullen und ziehen mit seiner Hilfe Kälber, Jungrinder und tragende Färsen auf, um die Herde zu erneuern. Dazu sind noch Schweine, Ziegen, Bienen und Katzen auf dem Hof. Ein Naturerlebnis-Reiten im Körtlinghäuser Gelände wird von einer Nachbarin angeboten.

Fast alle auf dem Hof erzeugten Produkte werden in verschiedenen Hof- und Naturkostläden als demeter-Produkte verkauft. Seit vielen Jahren betreiben wir eine eigene Ölmühle, in der wir unseren Raps zu wertvollem Speiseöl verarbeiten. Der verbleibende Presskuchen ist ein vorzügliches Futter für unsere Milchkühe.
Ab Hof verkaufen wir aus eigener Erzeugung saisonal Kartoffeln, Möhren und Rote Beete sowie ganzjährig Dinkel, Weizen, Roggen, Speiseöl, Fleisch (auch auf Bestellung) und Wurst.

Wir sind die Bauern der Zukunft!

Die Kinder auf dem Hof Gut Körtlinghausen. » mehr

Impressionen

Hinter'm Petersstein im Laufe des Jahres » mehr